Weltraumforscher beim Duschen

Gedanken, „die einem unter der Dusche kommen“, scheinen nicht so werthaltig zu sein, impliziert hier der Autor, womöglich eignet sich der Duschvorgang mehr für die niederen Instinkte. Duschvorgang, nicht -vorhang, ihr Handywischer! Dabei können wir den Weltraumforschern, die auf ihrer Station eh nicht gross duschen können, nur gratulieren. Sie benutzen Waschlappen und werden deshalb wirklich sauber, nicht so wie die Wohlfühlplätscherer auf dem Herkunftsplanet, die sich kostbares Nass stundenlang über die Speckfalten rieseln lassen. Aber die Raumstation heisst ISS, und diese Aufforderung nehmen die Speckfaltenbesitzer immerhin ernst. Der also als Nonsensprodukt gebrandmarkte duschegeborene Gedanke ist jener vom Papierflugzeug, das von einer Raumstation (ISS) Richtung Erde geschickt wird. Von der fragwürdigen Sinnhaftigkeit der ganzen Allfliegerei mal abgesehen, wer glaubt denn, dass unsere Digitalopfer heute noch Papier und Bleistift kennen? Geschweige denn sowas dabei haben auf ihrer Reise in den Orbit?

Swatch aufs Auge

Wegen einer blöden Uhr campieren Menschen (Aliens?) tagelang vor den Geschäften und in Mailand hauen sie sich sogar. Deswegen heisst die Uhr „Swatch“, so klingts wenn die Faust aufs Auge trifft. Digital macht bled.

Bundeswehr: Beförderung nach Alter vorbei?

Jahrzehntelang setzten sich unsere Streitkräfte aus Dienstgraden zusammen, die bloss wegen langem Dabeisein befördert wurden. Immer wieder monierten deutsche Gerichte den verheerenden Missbrauch des Leistungsgedankens beim Heer. Pistorius macht endlich Druck: Jetzt soll es nach Leistung gehen. Experten befürchten deswegen einen Motivationsabbau. Im Ernstfall hätte man all die vergreisten Stuffze in die vordersten Schützengräben abkommandieren können, aber so merken sie es doch und setzen sich in der Etappe fest. Jetzt könnten echte Soldaten die Bundeswehr durchsetzen und da weiss keiner, wohin das führt.

Mittelalterlicher Lauschangreifer

Die Abhörerei, der Identitätsdiebstahl u.ä. gilt heute als gängige Praxis, wir machen alle mit als freiwillige Opferlämmer und Menschen, die ein Smartphone führen und trotzdem auf ihre Privatsphäre pochen, sind entweder schizophren oder besonders tief glaubensfähig und -bereit. Aber is ja nix neues. Soeben bei Hieronymus Bosch gefunden: schon im Mittelalter gab es offenbar die Vorstellung eines dämonischen Lauschangreifers, hier mit speziellen Ohrantennen und aufgeblähtem Rechenzentrum, um Signale der Seele aus dem Outerspace abzufangen.

Nächster Buckelwal: Quasimodo bzw. Melody

Für solche Kitschnasen, die das Vieh bennen mussten und sich offenbar nicht entscheiden konnten zwischen Timmy und Hope, starten wir heute den Wettbewerb: Wie heisst der nächste Wal? Favoriten: Melody. Bzw. Quasimodo, wenns wieder ein Buckliger wird. Nachdem unsere Tier-Querdenker den Wal aufwendig ersäuft hatten, wurde nun an dessen Leiche der Sender sichergestellt, dessen Informationen von den Tierbenutzern geheimgehalten wurden, wohl in der Hoffnung, keiner merkts. Nur komisch, dass keiner von denen ein Selfie am toten Wal gemacht hat. So ein Tierversteher-Profi könnte da leicht ein Buch rausbringen: „Ich und der Walsturz“,  bzw. „Ihr seid schuld!“ oder: „Da seht ihr mal!“. Dass unsere digitalisierungebedingte Verkümmerung menschliche skills wie Entscheidungsfähigkeit, Vorstellungsvermögen, logisches Denken vernichtet – geschenkt. Aber den Vogel hat doch jene Tusse abgeschossen, die im Neopren von der Fähre sprang, um mit dem Wal zu kuscheln, bzw. dem Typen mal ins Gewissen zu reden. Das beruhigt, denn es beweist: die Weiber sind auch nicht gscheiter.

Plastikfressende Bakterien – Plastikmüll ade?

Soeben auf NDR DAS! Rote Sofa: Als kleines Nebenthema zu des Försters (!) Darmflora-Exkursion wird berichtet, dass Forschende in Hamburg Bakterien züchten, deren Enzyme Plastik zersetzen, und zwar in gewinnbringender Geschwindigkeit. In der Natur passiert bakterielle Plastikzersetzung zwar auch, aber sehr langsam, da verdient ja keiner was dran. Was passiert, wenn versehentlich (oder absichtlich) solche hochleistungsfähigen Bakterienstämme zb. à la Wuhan-Covid in die Freiheit entkommen? Wir geben mal einen Tip: unsere schöne digitale Welt beruht auf plastikisolierter Stromleitung. Jeder Chip, jedes noch so kleine Käbelchen ist ummantelt mit jenem Stoff, der zur Leibspeise der – noch – im Labor gezüchteten Einzellerbrigade gehört. Kleiner Trost: Bei einer Pandemie mit solchen Bazillen braucht ihr keinen Mundschutz mehr und auch ein Lockdown ist nicht zu befürchten. Den würden sich allerdings dann viele wünschen…