Mittelalterlicher Lauschangreifer

Die Abhörerei, der Identitätsdiebstahl u.ä. gilt heute als gängige Praxis, wir machen alle mit als freiwillige Opferlämmer und Menschen, die ein Smartphone führen und trotzdem auf ihre Privatsphäre pochen, sind entweder schizophren oder besonders tief glaubensfähig und -bereit. Aber is ja nix neues. Soeben bei Hieronymus Bosch gefunden: schon im Mittelalter gab es offenbar die Vorstellung eines dämonischen Lauschangreifers, hier mit speziellen Ohrantennen und aufgeblähtem Rechenzentrum, um Signale der Seele aus dem Outerspace abzufangen.

Nächster Buckelwal: Quasimodo bzw. Melody

Für solche Kitschnasen, die das Vieh bennen mussten und sich offenbar nicht entscheiden konnten zwischen Timmy und Hope, starten wir heute den Wettbewerb: Wie heisst der nächste Wal? Favoriten: Melody. Bzw. Quasimodo, wenns wieder ein Buckliger wird. Nachdem unsere Tier-Querdenker den Wal aufwendig ersäuft hatten, wurde nun an dessen Leiche der Sender sichergestellt, dessen Informationen von den Tierbenutzern geheimgehalten wurden, wohl in der Hoffnung, keiner merkts. Nur komisch, dass keiner von denen ein Selfie am toten Wal gemacht hat. So ein Tierversteher-Profi könnte da leicht ein Buch rausbringen: „Ich und der Walsturz“,  bzw. „Ihr seid schuld!“ oder: „Da seht ihr mal!“. Dass unsere digitalisierungebedingte Verkümmerung menschliche skills wie Entscheidungsfähigkeit, Vorstellungsvermögen, logisches Denken vernichtet – geschenkt. Aber den Vogel hat doch jene Tusse abgeschossen, die im Neopren von der Fähre sprang, um mit dem Wal zu kuscheln, bzw. dem Typen mal ins Gewissen zu reden. Das beruhigt, denn es beweist: die Weiber sind auch nicht gscheiter.

Plastikfressende Bakterien – Plastikmüll ade?

Soeben auf NDR DAS! Rote Sofa: Als kleines Nebenthema zu des Försters (!) Darmflora-Exkursion wird berichtet, dass Forschende in Hamburg Bakterien züchten, deren Enzyme Plastik zersetzen, und zwar in gewinnbringender Geschwindigkeit. In der Natur passiert bakterielle Plastikzersetzung zwar auch, aber sehr langsam, da verdient ja keiner was dran. Was passiert, wenn versehentlich (oder absichtlich) solche hochleistungsfähigen Bakterienstämme zb. à la Wuhan-Covid in die Freiheit entkommen? Wir geben mal einen Tip: unsere schöne digitale Welt beruht auf plastikisolierter Stromleitung. Jeder Chip, jedes noch so kleine Käbelchen ist ummantelt mit jenem Stoff, der zur Leibspeise der – noch – im Labor gezüchteten Einzellerbrigade gehört. Kleiner Trost: Bei einer Pandemie mit solchen Bazillen braucht ihr keinen Mundschutz mehr und auch ein Lockdown ist nicht zu befürchten. Den würden sich allerdings dann viele wünschen…

Neu: Walshaming

Post-Wal-Blues: Nachdem jetzt der erschöpfte Wal von den Rettern im tiefen Meer erfolgreich ersäuft worden ist, macht sich emotionale Erschöpfung breit, in der Gruppe der emotional Erschöpfungsbereiten. Die Fachwelt spricht von Walshaming, eine neue mentale Sportart der Depressionswilligen. Reiseveranstalter planen bereits geführte Ausflüge zu Regionen, wo immer wieder Wale stranden. Politiker dagegen denken über sog. „Walretter-Methoden“ nach, um die Alterspyramide zu verjüngen: Schwerkranke Menschen einfach aus dem Krankenhaus auf die Strasse schieben, Mensch, lebe weiter, du musst nur wollen. Akzeptanz: Steigend.

KI macht Filme und guckt sie selber

„Werden Hollywoodfilme bald nur noch mit künstlicher Intelligenz erstellt?“ fragt soeben der Tagesschaumoderator. Das wäre dann die Filmemacher-KI. Wir dagegen fragen uns, wer dann solche KI generierten Filme anschauen soll. Und schon haben wir die Antwort: eine andere KI. Die Filmegucker-KI. Was für ein absoluter…ach was solls.

Qualgesänge

Expertin Dörnath  „Diese Aktion ist keine Rettung, sondern das Verklappen eines schwer kranken Tieres auf hoher See. Da hat Frau Dörnath völlig recht und Walquäler, die an einem sterbenden Buckelwal noch Selfies machen, um ihre Bücher zu promoten, sind wie Gaffer bei einem Verkehrsunfall, wobei die noch zu dumm sind zum selber Schreiben. Schmerzensäusserungen eines gequälten Tieres als Laute der Vorfreude zu deuten, entspringt jener Unfähigkeit zu Erkenntnisgewinn, die das jahrelange Zurückschrauben von Anforderungen im Schulsystem notwendig mit sich bringt. Dann werden sie zu Querdenkern und bei der nächsten Pandemie zu Neo-Virologen. „Einem Tier in diesem Zustand eine „Kooperationsbereitschaft“ im Sinne einer „Absicht“ zu unterstellen, zeugt von einem grundlegend falschen Verständnis der Biologie.“
Liebe Dame, natürlich haben Sie recht, aber die Kinder können nichts dafür. Sie kommen aus einer „Bildungsform“, die permanent die Anforderungen gesenkt hat, damit die Schüler weniger Fehler machen, also weniger können müssen und trotzdem gute Noten bekommen. Die schnallen doch nichts mehr. Aber jetzt kommts „…dass der Wal sich bei der Rettung beteiligen muss.“, verlangen diese Bildungszwerge – das klingt ja genau nach den Erziehungsweltbild von unseren eigenen Eltern! „Der Bub könnte alles, wenn er nur wollte! Aber nein, der ist stinkfaul.“ Ach du lieber Scholli. Kommen wir alle aus demselben Stall? Wie ermüdend ist das denn. Wo ist die nächste Sandbank…